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Yoga: Hilft bei Reizdarmsyndrom

Patienten mit Reizdarmsyndrom können durch Yoga ihre Beschwerden und die Medikamenteneinnahme reduzieren. Das zeigen zwei Unterswuchungen aus den USA.

Wissenschaftler haben die Wirkung eines speziellen Yogaprogramms für Reizdarmsyndrom-Patienten überprüft. Dieses bestand aus wechselnden Atem-, Bewegungs- und Entspannungsübungen und wurde über einen Zeitraum von 24 Monaten an 97 Patienten überprüft.

 

Die Studienteilnehmer wurden in den ersten 12 Wochen auf drei Gruppen verteilt. Gruppe 1 (Yoga-Gruppe) übte jeweils dreimal pro Woche 1 h und beschränkte ihre Medikamenteneinnahme auf drei Tage pro Woche. Eine zweite Gruppe (KBDH-Newsletter Nr. 490ombinationsgruppe) übte gemeinsam mit Gruppe 1, nahm aber ihre Medikamente wie gewohnt ein. Die dritte Gruppe diente als Kontrollgruppe (Warteliste), nahm weiter ihre gewohnten Medikamente und war dazu angehalten, dreimal wöchentlich einen 60-minütigen Spaziergang zu machen.

 

Nach Abschluss der ersten zwölfwöchigen Phase absolvierten die Teilnehmer der Kontrollgruppe das gleiche Yogaprogramm wie zuvor die Gruppen 1 und 2. In einer dritten Phase konnten alle Studienteilnehmer aus den drei Gruppen weitere 12 Wochen lang einmal wöchentlich unter Anleitung die festgelegten Yogaübungen praktizieren (Follow-up-Studie).

 

Sowohl in der Yoga- als auch in der Kombinationsgruppe verbesserte sich der Zustand der Patienten nach der ersten Studienphase signifikant stärker als im Vergleich zum Studienbeginn und im Vergleich zur Kontrollgruppe. Auch die Teilnehmer der Kombinationsgruppe konnte die Einnahme der bisher verwendeten Arzneimittel komplett einstellen oder stark reduzieren.

 

In Phase 2 profitierte die Wartelistengruppe ebenso eindeutig in Hinsicht auf ihren Krankheitszustand und die Lebensqualität.

 

Die Studie finden Sie hier und die Follow up-Untersuchung hier.

 

Quelle: BDH-Newsletter Nr. 490

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Yoga und Meditation können das Gehirn jung halten

Studie von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Gießen, der Charité in Berlin und verschiedener Universitäten in den USA legt nahe, dass Yoga und Meditation die negativen Effekte von Alterung auf Intelligenz und Gehirn verringern

 

Mit zunehmendem Alter lassen unsere Hirnfunktion und unsere kognitiven Fähigkeiten nach. Dazu gehört auch die sogenannte fluide Intelligenz, die für das Lösen neuartiger Aufgaben benötigt wird und mit dem Alter abnimmt. Ein Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), der Charité in Berlin und verschiedener US-amerikanischer Universitäten hat sich mit dieser wichtigen Art der Intelligenz beschäftigt. Die Forscherinnen und Forscher haben dabei festgestellt, dass die fluide Intelligenz bei erfahrenen Yoga-Praktizierenden und Meditierenden weniger schnell abnimmt als bei Personen ohne diese Praxis, aber mit gleicher Bildung und einem vergleichbar gesunden Lebensstil. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift „Frontiers in Aging Neuroscience“ veröffentlicht.

 

weiter im Original zu lesen auf der Seite der Uni Gießen

 

Fluid intelligence and brain functional organization in aging yoga and meditation practitioners - english

http://journal.frontiersin.org/article/10.3389/fnagi.2014.00076/full

Citation: Gard T, Taquet M, Dixit R, Hölzel BK, de Montjoye Y-A, Brach N, Salat DH, Dickerson BC, Gray JR and Lazar SW (2014) Fluid intelligence and brain functional organization in aging yoga and meditation practitioners. Front. Aging Neurosci. 6:76. doi: 10.3389/fnagi.2014.00076

 

 

Yoga bei psychischen Störungen

Yoga ist ein vielversprechender Ansatz in der ergänzenden Behandlung psychischer Störungen. Zu diesem Ergebnis gelangten Psychologen aus Jena, die in einer Metaanalyse auswerteten, wie wirksam körperorientiertes Yoga sein kann.

In ihrer Meta-Analsye sichteten die Forscher mehr als 2600 Fachveröffentlichungen und werteten 25 Studien aus, die ihren Qualitätsansprüchen genügten. In Summe waren rund 1300 Probanden beteiligt, die überwiegend aus den USA und Indien stammten.

 

Vielen Patienten litten unter Schizophrenien, Depressionen, Angst- und anderen Störungen oder waren substanzabhängig. Sie alle machten Yoga-Übungen - und zwar in Gruppen und unter Anleitung eines Yoga-Lehrers. Bei den meisten Studien fand das Yoga-Training ergänzend zu einer medikamentösen Behandlung und/oder anderen therapeutischen Interventionen statt.

 

Insgesamt zeigte sich ein signifikanter Effekt in Hinblick auf die Linderung der Symptome der Störungen durch Yoga. Im Vergleich mit Sport oder Aufmerksamkeitskontrolle erwies sich Yoga als leicht effektiver. Als Ergänzung zu einer medikamentösen Behandlung war Yoga etwa genauso wirksam wie eine psychotherapeutische Standardbehandlung.

 

Die Wissenschaftler ziehen das Fazit: Körperorientiertes Yoga kommt als ergänzende Behandlungsmöglichkeit bei psychischen Störungen in Frage, da es Smptome reduzieren und das Wohlbefinden und Lebensqualität vebessern kann. Weitere Studien seien aber wünschenswert.

Die Studie finden Sie hier

 

Quelle: BDH-Newsletter Nr. 497

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